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Projekt „SKA Power Kids“

 

Leise, schüchtern und unsicher, aber: „Wir sind auch noch da!“  

 

Ob in der Schule oder in Betreuungseinrichtungen, man kann Unterschiede zwischen den „lauten“ und den „leisen“ Kindern beobachten. Damit ist nicht nur die tatsächliche Lautstärke der Kinder gemeint, sondern, dass „leise“ Kinder sich weniger mitteilen, weniger Eigeninitiative und mehr Zurückhaltung zeigen. Die Interessen und Bedürfnisse der „leisen“ Kinder bekommen meist automatisch weniger Aufmerksamkeit von ihrer Umwelt.

 

Leise Kinder sind schüchtern und introvertiert, was häufig aber kein charakteristisches Merkmal ihrer Persönlichkeit oder ihres Temperaments ist, sondern Ausdruck eines schwach ausgeprägten Selbstwertgefühls. Aufgrund ihrer Unsicherheit und ihrem mangelnden Selbstbewusstsein tendieren sie dazu, sich selbstsicheren Kindern unterzuordnen.  Sie neigen dazu, ihre eigenen Wünsche, Bedürfnisse und Grenzen nicht auszudrücken und sich im Kontakt mit anderen eher zaghaft zu verhalten.

 

 „SKA Power Kids“ wendet sich an Kinder im Alter von 4 bis 12 Jahren. Besonders Übergangszeiten wie der Wechsel vom Kindergarten in die Schule oder in eine weiterführende Schule bringen Ungewissheit und können Gehemmtheit auslösen. Diese herausfordernde Situation kann die Unsicherheit der „leisen“ Kinder verstärken.

 

 

Schüchterne und zurückhaltende Kinder gewinnen Mut und Selbstvertrauen vor dem Schulwechsel in die weiterführende Schule.

 

Nach einigen Durchläufen in den SKA Schulbetreuungen mit Schüler*innen der 1. und 2. Klasse, freuen wir uns, das selbstwertstärkende Projekt SKA Power Kids nun auch mit finanzieller Förderung der Dr. Bergmann Stiftung das erste Mal für ältere Schüler*innen der 4. Klasse in unserem neuen Familienzentrum der Bunten Stube anbieten zu können. Die Premiere sehen wir gerade jetzt in Anbetracht der aktuellen Corona bedingten Zeit als eine wichtige und nötige Stärkung von Kindern an, die bereits vor dieser herausfordernden Zeit sich zurückgezogen haben, sich wenig mitgeteilt und öfters eingesteckt haben.

 

Die letzten Monate waren für Kinder geprägt von vielen Unsicherheiten, vielen verlorengegangenen Routinen, Ängsten, die ausgestanden werden mussten und eingeschränkten Kontakten. Die Begegnung von Freunden und Vertrauenspersonen, die Kindern Sicherheit vermitteln, konnten in der Schule und in Betreuungseinrichtungen nicht stattfinden, stattdessen fand Home-Schooling statt. Eltern berichten in dieser Phase durchaus über positive Veränderungen, z. B. über eine schulische Leistungssteigerung ihrer Kinder. Die Folgen sind jedoch auch, dass ihre introvertierten Kinder sich noch verschlossener und ruhiger verhalten. Fragen, die nicht beantwortet werden konnten, Ängste, die nicht geteilt wurden und Vertrauenspersonen, zu denen lange Zeit keine Nähe hergestellt werden konnte, wirkten verstärkt auf die Zurückhaltung dieser Kinder.

 

Wir sehen unseren Auftrag darin, Kinder zu fördern, und sie dabei zu unterstützen, ihre Ressourcen, die sie bisher vielleicht noch gar nicht bewusst wahrgenommen haben, zu nutzen und sich als zunehmend selbstsicher zu erleben. In einer Kleingruppe haben die Schüler*innen die Möglichkeit, sich darin auszuprobieren, Kontakte zu knüpfen, sich zu behaupten, lernen eigene Wünsche zu äußern, Forderungen zu stellen und selbständiger zu werden. Ressourcen- und emotionsorientierte Aktivitäten, die wir in Form von theaterpädagogischen, kreativen und motorischen Angebote durchführen (z. B. Ressourcendusche, persönliche Schatzkisten, Gefühlsquiz, Selbstdarstellungen, …) helfen Kindern dabei, sich Schritt für Schritt selbstsicher im Umgang mit unangenehm empfundenen Emotionen zu üben und neue alternative Verhaltensmöglichkeiten zu erproben und weiterzuentwickeln.

 

Dank der Spende von Dr. Bergmann werden wir ab September 2020 die Älteren auf ihren Schulwechsel in eine weiterführende Schule einmal wöchentlich in der Bunten Stube vorbereiten und sie stärken. Denn gerade in Hinsicht auf die neuen Herausforderungen, ist ein gesunder Selbstwert und die Anwendung alternativer Handlungsmöglichkeiten in herausfordernden Situationen unverzichtbar.

 

 

Das Projekt wird unterstützt durch:

 

 

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